Circular Component Creator von BuildSystems
| Datum | 2023-07-01 |
|---|---|
| Organisation | BuildSystems GmbH |
| Direktor | Martin Bittmann |
| Manager | Julia Dorn |
| Team | Daniel Nunes Locatelli, Daniel Dieren |
Der Circular Component Creator (CCC) war eine konzeptionelle Designstudie bei BuildSystems für eine Web-Applikation, die es Nutzern ermöglichen sollte, Baukomponenten für zirkuläres Bauen zu durchsuchen, zu filtern und zu vergleichen. Das Projekt erreichte das Stadium detaillierter Figma-Mockups und einer definierten Datenarchitektur, wurde jedoch nicht als funktionierende Anwendung umgesetzt.
Das Konzept entwickelte sich aus dem BuildSystems-Plugin für Grasshopper, das Ökobilanz-Daten (LCA) innerhalb der Rhino/Grasshopper-Designumgebung bereitstellte. Der CCC zielte darauf ab, ähnliche Funktionen auf eine eigenständige Webplattform zu bringen und die Komponentenbibliothek einem breiteren Publikum über Grasshopper-Nutzer hinaus zugänglich zu machen.
UX-Designprozess
Der Designprozess begann mit handgezeichneten Wireframes, um den Nutzerfluss und die Bildschirmstruktur abzubilden. Diese Skizzen definierten sechs zentrale Ansichten: die Startseite, Komponentenübersicht, Filterung, Komponentenauswahl, Detailansicht und Ergebnisanalyse.

Dieser Ansatz ermöglichte dem Team, schnell über Layout- und Interaktionsmuster zu iterieren, bevor zu den Figma-Mockups übergegangen wurde.
Figma-Mockups
Startseite
Das Startseitenkonzept stellt die Anwendung mit einem isometrischen Schnitt einer Baukomponente vor, der die einzelnen Schichten eines Wand- oder Deckenaufbaus zeigt.
Darunter werden die fünf dynamischen Komponentenkategorien angezeigt: Außenwände, Innenwände, Trennwände, Decken und Bedachungen. Jede Kategorie wird durch ein isometrisches Icon dargestellt, das den Nutzern einen unmittelbaren Überblick über die verfügbaren Komponententypen bietet.

Komponentenbibliothek
Das Bibliothekskonzept zeigt alle verfügbaren Komponenten in einem Rasterlayout. Nutzer würden bis zu drei Komponenten für einen direkten Vergleich auswählen können. Jede Komponentenkarte zeigt eine 3D-Darstellung, die Komponentenkennung und wesentliche Eigenschaften.

Filtersystem
Ein Filterpanel würde es Nutzern ermöglichen, den Komponentenkatalog nach mehreren Kriterien einzugrenzen: Materialtyp (Massivholz, Nadelholz, Beton, Porenbeton, Kalksandstein), Abmessungen und Rahmenbauweise.

Komponentenvorschau
Beim Überfahren einer Komponentenkarte mit der Maus würde eine detaillierte Vorschau mit den wichtigsten Eigenschaften angezeigt: Name, Material, U-Wert, Brandschutzklasse und weitere Angaben.

Komponentendetailseite
Das Detailseitenkonzept bietet eine umfassende Ansicht einer einzelnen Komponente, gegliedert in drei Bereiche:
- Eigenschaftstabelle: Typ, Material, bauphysikalische Werte (U-Wert, R-Wert), Brandschutzklassifizierung und ob die Komponente vorgefertigt oder vor Ort gebaut wird.
- Materialliste: Eine nummerierte Aufschlüsselung jeder Schicht mit Materialbezeichnung und Dicke in Millimetern.
- Analysegrafiken: Vier Kreisdiagramme, die die Leistung der Komponente in verschiedenen Metriken darstellen.
Eine 3D-Schnittansicht auf der rechten Seite zeigt die exakte Schichtkomposition, passend zur nummerierten Materialliste.

Datenarchitektur
Das zugrundeliegende Datenmodell folgt einer hierarchischen Struktur, die widerspiegelt, wie reale Baukomponenten zusammengesetzt werden. Eine Komponente besteht aus Baugruppen, die wiederum aus Schichten bestehen. Jede Schicht kann Unterschichten enthalten, unterteilt in tragende und dämmende Teile.
Diese Hierarchie wurde so konzipiert, dass die Anwendung aggregierte Eigenschaften (Gesamtdicke, U-Wert, Gewicht) berechnen und gleichzeitig eine granulare Kontrolle über individuelle Materialspezifikationen behalten könnte.
