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Gruppenfoto mit allen Studierenden und dem Workshop-Ergebnis im Hintergrund.

Adaptiver Grasshopper-Workshop

Datum 2018-06-08
Ort UNEMAT Barra do Bugres
Sprachen Portuguese

Dieser Workshop war Teil der XIV Semana da Arquitetura e Urbanismo (XIV. Architektur- und Urbanismus-Woche) an der UNEMAT in Barra do Bugres, Brasilien. Das Besondere war sein adaptives Format: Anstatt einem starren Lehrplan zu folgen, wählten die Teilnehmer gemeinsam, welche Computational-Design-Strategie sie erkunden wollten.

Das Konzept

Ich bereitete mehrere bekannte Computational-Design-Strategien vor — Voronoi, Mesh-Relaxation, Reaktionsdiffusion und andere — und am ersten Tag, nach der Behandlung der Grasshopper-Grundlagen, stimmte die Gruppe ab, welchen Ansatz sie vertiefen wollte. Sie wählten Exoskeleton, ein Grasshopper-Plugin, das Drahtgitternetze in massive Rohrstrukturen umwandelt.

Tag 1: Grundlagen

Der erste Tag behandelte die Basics: die Grasshopper-Oberfläche, Datentypen, Parameter und wie sich visuelles Programmieren von traditioneller CAD-Modellierung unterscheidet. Jeder Teilnehmer erhielt ein gedrucktes Handout zum Mitarbeiten.

Student arbeitet an einer Grasshopper-Definition und erstellt eine tunnelartige Struktur mit dem Exoskeleton-Plugin.
Student arbeitet an einer Grasshopper-Definition und erstellt eine tunnelartige Struktur mit dem Exoskeleton-Plugin.
Nahaufnahme des gedruckten Handouts, das während des Workshops verwendet wurde.
Nahaufnahme des gedruckten Handouts, das während des Workshops verwendet wurde.

Tag 2: Exoskeleton

Am zweiten Tag konzentrierten wir uns vollständig auf die gewählte Strategie. Die Studierenden erstellten ihre eigenen Grasshopper-Definitionen von Grund auf und experimentierten mit verschiedenen Mesh-Topologien und Rohrdicken. Das Exoskeleton-Plugin nimmt jede Drahtgitter-Eingabe und erzeugt ein glattes, 3D-druckbares Mesh — was es zu einer perfekten Brücke zwischen Computational Design und digitaler Fertigung macht.

Daniel Nunes Locatelli hilft einem Studenten, sein Exoskeleton-Modell zu verfeinern.
Daniel Nunes Locatelli hilft einem Studenten, sein Exoskeleton-Modell zu verfeinern.
Studentin arbeitet an ihrem Laptop, mit einer Grasshopper-Definition und dem resultierenden 3D-Modell auf dem Bildschirm.
Studentin arbeitet an ihrem Laptop, mit einer Grasshopper-Definition und dem resultierenden 3D-Modell auf dem Bildschirm.

Ergebnisse

Am Ende des Workshops hatte jeder Teilnehmer seine eigene einzigartige parametrische Struktur erstellt. Die Vielfalt der Ergebnisse — von organischen korallenartigen Formen bis hin zu architektonischen Tunnelgeometrien — zeigte, wie eine einzige Computational-Design-Strategie je nach Eingabegeometrie und Parametern völlig unterschiedliche Resultate hervorbringen kann.

Endergebnisse: Nahaufnahme des parametrischen Modells eines Studenten.
Endergebnisse: Nahaufnahme des parametrischen Modells eines Studenten.
Exoskeleton-Ergebnis eines anderen Studenten mit einer komplexen organischen Geometrie.
Exoskeleton-Ergebnis eines anderen Studenten mit einer komplexen organischen Geometrie.
Daniel Nunes Locatelli präsentiert an der UNEMAT während der Architektur-Woche.
Daniel Nunes Locatelli präsentiert an der UNEMAT während der Architektur-Woche.
Gruppe von Studierenden arbeitet an ihren Grasshopper-Definitionen im Computerraum.
Gruppe von Studierenden arbeitet an ihren Grasshopper-Definitionen im Computerraum.