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Foto der Frontansicht des O3-Pavillons. Copyright Gui Morelli.

O3-Pavillon von Atelier Marko Brajovic für Docol

Datum 2017-03-01
Autor Atelier Marko Brajovic
Auftraggeber Docol
Direktor Marko Brajovic
Manager Bruno Bezerra
Team Daniel Nunes Locatelli, Fernanda Zanetti, Fernanda Matos, Natalia Winnicka
Entwicklung Paleta Stands
Ort Expo Revestir 2017
Link O3-Pavillon bei Atelier Marko Brajovic

Konzept

Der O3-Pavillon wurde vom Ozon-Trioxid-Molekül inspiriert. Die drei Sauerstoffatome werden zu drei Räumen, jeder mit einem einzigartigen multisensorischen Erlebnis.

Atelier Marko Brajovic

Gesamte Szenografie des O3-Pavillons.
Gesamte Szenografie des O3-Pavillons.

Innenraum der mittleren Zelle: Regengeräusche und LEDs, die Blitze simulieren.
Innenraum der mittleren Zelle: Regengeräusche und LEDs, die Blitze simulieren.
Innenraum der rechten Zelle.
Innenraum der rechten Zelle.

Computational Design

Der O3-Pavillon wurde vom Atelier Marko Brajovic zu einer Zeit konzipiert, als ich meine ersten Schritte in der Welt des Computational Design machte. Ich hatte gerade mein Studium an der FAU-USP mit einer Abschlussarbeit beendet, in der ich alle für diesen Pavillon notwendigen Werkzeuge erlernte: Rhino, Grasshopper 3D und Kangaroo Physics. Meine Rolle in diesem Projekt bestand darin, an der Formfindung und der Erstellung von Daten für die digitale Fabrikation zu arbeiten.

Formfindung

Die Formfindung war besonders knifflig an den Schnittpunkten zwischen den Kuppeln. Da jede Kuppel eine einzigartige Form hatte, stimmten die Voronoi-Zellen an den Schnittpunkten nicht überein. Ich musste das Kangaroo-Plugin verwenden, um gegenüberliegende Kuppelzellen in dieselbe Form zu zwingen. Dabei musste der Rest des Pavillons relaxieren, während die Planarität der Kuppeln erhalten blieb.

Animation der Formfindung: Kangaroo zwingt Zellen zur Planarität.
Animation der Formfindung: Kangaroo zwingt Zellen zur Planarität.
Dies ist die letzte Grasshopper-Datei, die ich in dem Projekt verwendet habe:

Fertigung

Der Fertigungsprozess lag allerdings nicht in unseren Händen. Er wurde von einem Subunternehmer im Süden Brasiliens durchgeführt: Paleta Stands. Es gab ein großes logistisches Puzzle bei der Vorfertigung und dem Transport, an dem ich leider nicht beteiligt war. Genau darüber spreche ich in dem Paper, das auf der SIGraDi 2018 Konferenz in São Carlos, Brasilien, präsentiert wurde. Das Paper ist hier zu finden: High-Low as Expression of The Brazilian Digital Fabrication

Animation mit der Montagereihenfolge.
Animation mit der Montagereihenfolge.
Bauphasen in einer Explosionsperspektive: Stahlschweißen, Paneelmontage und Befestigungsteile.
Bauphasen in einer Explosionsperspektive: Stahlschweißen, Paneelmontage und Befestigungsteile.
Foto des Kleinmodells des Pavillons.
Kleinmodell des Pavillons.
Foto des Kleinmodells des Pavillons. Kleinmodell des Pavillons.
Foto von Schmieden, die das Kleinmodell studieren.
Schmiede studieren das Kleinmodell.
Foto von Schmieden, die das Kleinmodell studieren. Schmiede studieren das Kleinmodell.

© Titelfoto von Gui Morelli